Haushaltsbuch in Excel erstellen: Schritt für Schritt mit Vorlage

Ein Haushaltsbuch zeigt, wohin dein Geld jeden Monat geht. In Excel trägst du nur Datum, Kategorie und Betrag ein, und eine Übersicht rechnet daraus Monatssummen, den Rest am Monatsende und deine Sparquote.

Kurz gesagt: Ein Blatt mit allen Buchungen (Datum, Kategorie, Beschreibung, Betrag) und ein Blatt mit der Jahresübersicht. Dort steht in jeder Zelle =SUMMEWENNS(Betrag;Kategorie;$A6;Datum;">="&B$4;Datum;"<="&MONATSENDE(B$4;0)). Die Sparquote ist =(Einnahmen-Ausgaben)/Einnahmen. Die fertige Vorlage gibt es unten kostenlos.

Probier es gleich aus

Die wichtigste Frage im Haushaltsbuch lautet: Wie viel ging für eine Kategorie weg? Das beantwortet eine Summe mit Bedingung.

Aufgabe Berechne in G2, wie viel im Januar für die Kategorie in F2 ausgegeben wurde. Die Formel soll auf F2 verweisen, damit du die Kategorie dort wechseln kannst.

ABCDEFG
1 Datum Kategorie Betrag € Kategorie Summe €
2 01.01.2027 Miete 850 Lebensmittel
3 04.01.2027 Lebensmittel 86,4
4 07.01.2027 Mobilität 62,3
5 11.01.2027 Lebensmittel 92,15
6 14.01.2027 Freizeit 24
7 18.01.2027 Lebensmittel 78,9
8 19.01.2027 Versicherungen 6,5
9 25.01.2027 Lebensmittel 41,2
10 28.01.2027 Kleidung 59,99

Der Aufbau: Buchungen und Übersicht getrennt

Der häufigste Fehler bei selbst gebauten Haushaltsbüchern ist ein Blatt pro Monat, in dem Eintragungen und Summen durcheinanderstehen. Das wird schnell unübersichtlich, und Auswertungen über das Jahr sind mühsam. Besser sind zwei getrennte Blätter:

  • Buchungen: eine lange Liste, eine Zeile pro Einkauf, Rechnung oder Gehaltseingang. Hier tippst du nur ein.
  • Übersicht: Kategorien untereinander, Monate nebeneinander. Hier rechnen nur Formeln.

Dazu kommt ein kleines Blatt Listen mit den Kategorien. Formatierst du die Buchungen mit Strg+T als Tabelle, wächst sie mit jeder neuen Zeile, und alle Formeln der Übersicht erfassen die neuen Einträge von selbst.

SpalteInhaltBeispiel
ADatum04.01.2027
BKategorieLebensmittel, per Dropdown
CBeschreibungWocheneinkauf
DBetrag86,40 €, immer positiv

Beträge stehen immer positiv in der Liste. Ob etwas Einnahme oder Ausgabe ist, entscheidet die Kategorie: Gehalt ist eine Einnahme, Miete eine Ausgabe. Das hält die Eingabe einfach und die Formeln kurz.

Kategorien, die zu deinem Alltag passen

Die Vorlage startet mit vier Einnahme-Kategorien (Gehalt, Nebenjob, Kindergeld, Sonstige Einnahmen) und elf Ausgabe-Kategorien: Miete, Nebenkosten und Energie, Lebensmittel, Drogerie, Mobilität, Versicherungen, Handy und Internet, Freizeit, Kleidung, Gesundheit und Sonstiges. Pass die Liste an dein Leben an, aber halte sie kurz. Zehn bis fünfzehn Kategorien reichen fast immer. Bei fünfzig weißt du beim Eintragen nicht mehr, wohin etwas gehört.

Damit die Kategorie bei jedem Eintrag genau gleich geschrieben ist, bekommt Spalte B ein Dropdown. Schon ein Tippfehler wie „Lebensmitel“ würde sonst in keiner Summe auftauchen.

Aufgabe Damit jede Ausgabe in der richtigen Kategorie landet, soll B2:B7 nur Einträge aus der Kategorienliste in F2:F7 erlauben. Lege dafür ein Dropdown an.

ABCDEF
1 Datum Kategorie Betrag € Kategorien
2 01.01.2027 850 Miete
3 04.01.2027 86,4 Lebensmittel
4 07.01.2027 62,3 Mobilität
5 11.01.2027 92,15 Freizeit
6 14.01.2027 24 Handy und Internet
7 18.01.2027 29,99 Sonstiges

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Die Monatsübersicht mit SUMMEWENNS

In der Übersicht stehen die Kategorien in Spalte A, in Zeile 4 jeweils der Erste eines Monats. B4 holt das Jahr aus B2 mit =DATUM($B$2;1;1), C4 ist =EDATUM(B4;1) und so weiter bis zum Dezember. Mit dem Zahlenformat MMM siehst du nur Jan, Feb, Mär.

Jede Zelle der Übersicht addiert die Beträge, bei denen zwei Dinge passen: die Kategorie der Zeile und der Monat der Spalte. Das ist ein Fall für SUMMEWENNS. Mit den Spaltennamen der Tabelle sieht die Formel in B6 so aus:

=SUMMEWENNS(Buchungen[Betrag];Buchungen[Kategorie];$A6;Buchungen[Datum];">="&B$4;Buchungen[Datum];"<="&MONATSENDE(B$4;0))

Die gemischten Bezüge sind der Trick: $A6 hält die Spalte mit der Kategorie fest, B$4 die Zeile mit dem Monat. So kopierst du eine einzige Formel über alle zwölf Monate und alle Kategorien. Wenn du nur eine Kategorie ohne Monat brauchst wie in der ersten Übung, reicht SUMMEWENN. Mehr zu den Dollarzeichen erklärt die Lektion absolute Bezüge.

Unter jedem Block stehen die Summen: Summe Einnahmen, Summe Ausgaben und darunter der Rest, also Einnahmen minus Ausgaben. Spalte N addiert die zwölf Monate zum Jahr.

Sparquote: wie viel übrig bleibt

Die Sparquote sagt, welcher Anteil deiner Einnahmen am Monatsende übrig bleibt. Rechnerisch ist das der Rest geteilt durch die Einnahmen, eine einfache Prozentrechnung.

Aufgabe Berechne in D2 die Sparquote des Monats: welcher Anteil der Einnahmen übrig bleibt. Lass das Ergebnis als Dezimalzahl stehen (0,15 sind 15 %). Die Formel wird bis D7 ausgefüllt.

ABCD
1 Monat Einnahmen € Ausgaben € Sparquote
2 Januar 2350 2010
3 Februar 2350 2135,4
4 März 2350 1980
5 April 2350 2290
6 Mai 2350 2405
7 Juni 2900 2210

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In der Vorlage steht die Formel unter dem Rest: =WENN(B10=0;"";B26/B10), wobei B10 die Summe der Einnahmen und B26 der Rest ist. Das WENN verhindert die Fehlermeldung #DIV/0! in Monaten, für die noch nichts eingetragen ist. Daneben zeigt die Spalte Anteil am Einkommen für jede Ausgabe-Kategorie, wie viel Prozent des Jahreseinkommens sie ausmacht. Daran siehst du schnell, wo sich Sparen am meisten lohnt.

Diagramm: Ausgaben nach Kategorie

Unter der Übersicht hängt ein Säulendiagramm mit den Jahressummen der Ausgabe-Kategorien. Es greift auf Spalte N zu und aktualisiert sich mit jeder Buchung. Selbst anlegen: Kategorien und Jahressummen markieren (mit Strg die zweite Spalte dazu), dann Einfügen > Säule. Wie du Diagramme beschriftest und den passenden Typ wählst, zeigt die Lektion Diagramm erstellen.

Haushaltsbuch-Vorlage kostenlos herunterladen

Die fertige Vorlage hat alles von dieser Seite: Buchungsliste als Tabelle mit Kategorie-Dropdown, Jahresübersicht mit zwölf Monaten, Summen, Rest, Sparquote, Anteil am Einkommen, ein Diagramm, Beispielbuchungen und ein Blatt mit Anleitung.

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Für Selbstständige, Vereine und alle, die Umsatzsteuer ausweisen müssen, passt die Vorlage Einnahmen und Ausgaben. Weitere Vorlagen findest du unter Excel-Vorlagen.

Tipps, damit du dranbleibst

Regelmäßig eintragen

Am einfachsten geht es mit einem festen Termin, etwa sonntags zehn Minuten mit Kontoauszug und Kassenbons. Wer erst am Monatsende sammelt, vergisst Barzahlungen.

Kleinbeträge zusammenfassen

Nicht jeder Kaffee braucht eine eigene Zeile. Ein Sammelbetrag pro Woche in Freizeit reicht für den Überblick.

Erst beobachten, dann planen

Führe das Haushaltsbuch zwei, drei Monate ohne Ziel. Danach weißt du, wo dein Geld hingeht, und kannst realistische Grenzen je Kategorie setzen.

Die Formeln auf Englisch

DeutschEnglisch
SUMMEWENN, SUMMEWENNSSUMIF, SUMIFS
MONATSENDE, EDATUM, DATUMEOMONTH, EDATE, DATE
WENNIF

In welchen Excel-Versionen funktioniert das?

SUMMEWENN, SUMMEWENNS, MONATSENDE, Dropdowns, formatierte Tabellen und Diagramme gibt es in allen aktuellen Excel-Versionen, auch in Excel für Mac und Excel im Web.

Häufige Fragen

Brauche ich für jeden Monat ein eigenes Blatt?

Nein. Eine einzige Buchungsliste für das ganze Jahr ist einfacher. Die Übersicht teilt sie mit SUMMEWENNS nach Monaten auf.

Wie trage ich Rückerstattungen ein?

Am einfachsten als Einnahme in der Kategorie Sonstige Einnahmen. Wenn du sie lieber mit der Ausgabe verrechnen willst, trag die Erstattung als negativen Betrag in derselben Kategorie ein.

Was ist eine gute Sparquote?

Das hängt von Einkommen, Fixkosten und Zielen ab, eine feste Zahl gibt es nicht. Wichtiger als der Wert ist, dass du ihn kennst und über die Monate verfolgst.

Gibt es weitere Excel-Vorlagen für Haushalt und Finanzen?

Ja, auf der Seite Excel-Vorlagen findest du unter anderem eine Einnahmen-Ausgaben-Tabelle und ein Kassenbuch, jeweils mit Anleitung.

Ist das Haushaltsbuch kostenlos?

Ja. Mit einem kostenlosen Konto lädst du die Excel-Vorlage herunter und kannst Kategorien und Aufbau frei anpassen.

Als Nächstes bauen: Einnahmen und Ausgaben

Für Selbstständige und Vereine: Netto aus Brutto, Monatsüberschuss mit SUMMEWENNS und ein Diagramm der Kosten.

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